Dabei ist ein Temperaturunterschied am Heizkörper zunächst ganz normal. Das heiße Wasser strömt durch den Heizkörper und gibt dabei Wärme an den Raum ab. Unten kann er deshalb durchaus etwas kühler sein als oben.
Bleibt allerdings ein großer Teil des Heizkörpers kalt oder wird der Raum nicht richtig warm, sollte man nach der Ursache schauen. Einiges lässt sich dabei selbst prüfen.
Bevor Werkzeug zum Einsatz kommt, hilft ein kurzer Check:
Ist lediglich der untere Bereich etwas kühler und der Raum erreicht die gewünschte Temperatur, ist meist alles in Ordnung.
Gluckern oder Plätschern deutet häufig auf Luft im Heizkörper hin. Dann kann sich das Heizwasser im Heizkörper schlechter verteilen.
Das Entlüften ist bei vielen Heizkörpern schnell erledigt.
Vorsicht: Das austretende Wasser kann heiß sein.
Muss ein Heizkörper immer wieder entlüftet werden oder fällt gleichzeitig regelmäßig der Wasserdruck ab, sollte sich ein Heizungsfachbetrieb die Anlage ansehen.
Nach dem Sommer kommt es gelegentlich vor, dass ein Heizkörper trotz aufgedrehtem Thermostat kalt bleibt. Dahinter kann ein festsitzender Ventilstift stecken.
Bei vielen Thermostaten lässt sich der Thermostatkopf abnehmen. Dahinter sitzt ein kleiner Metallstift. Dieser bewegt sich normalerweise einige Millimeter hinein und kommt anschließend wieder heraus.
Sitzt er fest, kann vorsichtiges mehrmaliges Eindrücken helfen.
Dabei bitte keine Zange verwenden, nichts herausziehen und keine Teile am Ventil lösen. Bewegt sich der Stift überhaupt nicht oder tritt Wasser aus, sollte ein Fachbetrieb übernehmen.
Auch zu wenig Druck in der Heizungsanlage kann dazu führen, dass Heizkörper schlechter warm werden. Häufig merkt man das zuerst an Heizkörpern, die weiter von der Heizung entfernt liegen oder sich in einem oberen Stockwerk befinden.
Bei der eigenen Heizungsanlage lässt sich der Druck meist am Manometer oder im Display ablesen.
Welcher Wert zur Anlage passt, hängt vom Gebäude und vom Heizsystem ab. Deshalb am besten in der Bedienungsanleitung nachsehen oder sich an den Einstellungen orientieren, die der Heizungsfachbetrieb vorgenommen hat.
Fällt der Druck innerhalb kurzer Zeit immer wieder ab, sollte die Ursache geprüft werden.
Vor allem bei älteren Heizungsanlagen können sich mit der Zeit Schlamm und Ablagerungen bilden. Sie setzen sich in Heizkörpern und Leitungen ab und bremsen den Wasserdurchfluss.
Typisch ist zum Beispiel ein Heizkörper, der trotz Entlüften und aufgedrehtem Thermostat nur teilweise warm wird.
In diesem Fall hilft weiteres Entlüften meist nicht weiter. Der Heizungsfachbetrieb kann feststellen, ob der Heizkörper oder die Anlage gereinigt beziehungsweise gespült werden sollte.
Werden gleich mehrere Heizkörper nicht richtig warm, liegt das Problem häufig an der Heizungsanlage selbst.
Die Ursache kann zum Beispiel bei der Vorlauftemperatur, der Heizkurve oder der Umwälzpumpe liegen. Auch die Regelung kann dafür sorgen, dass einzelne Räume nicht genug Wärme abbekommen.
Was genau dahintersteckt, sollte ein Heizungsfachbetrieb direkt an der Anlage prüfen.
Bei einem teilweise kalten Heizkörper lassen sich einige Dinge unkompliziert selbst überprüfen:
Bleibt der Heizkörper danach kalt, ist eine fachliche Prüfung sinnvoll.
Ein Fachbetrieb sollte sich die Heizung ansehen, wenn
Manchmal steckt nur ein festsitzendes Ventil oder eine falsche Einstellung dahinter. Bei anderen Anlagen muss genauer gesucht werden. Mit den einfachen Prüfungen oben lässt sich zumindest schon einmal feststellen, ob das Problem direkt am Heizkörper liegen könnte oder ob die Heizungsanlage überprüft werden sollte.